Der Baum des Lebens
Und die Spiegelung des Selbst
„Dem Baume gleich, dem Fürsten des Waldes,
gewiß, ihm gleich ist der Mensch.
Seine Haare entsprechen den Blättern,
der Außenrinde gleicht die Haut.
Es strömt das Blut in seiner Haut
wie unter der Rinde des Baumes der Saft.
Dem Holz vergleichbar ist das Fleisch,
so wie dem Bast die starke Sehne.
Die Knochen sind das Innenholz,
das Mark vergleicht dem Marke sich.“
(Aus den Upanishaden etwa 800-600v. Chr.)
Nach meiner Auffassung bilden Wurzeln, Stamm und Krone einen
Zusammenhang der nur als Einheit lebensfähig ist. Alle Drei brauchen
einander sowie die Füße des Menschen, der Körperstamm und der Kopf
miteinander verbunden und abhängig sind so braucht die Wurzel das
Sonnenlicht aus den Fächern der Krone, die Krone die Energie
(Wasser
und Mineralien) aus der Tiefe des Wurzelstocks.
Ich sehe meine Aufgabe darin, die Seele, das Gefühl sowie die
Sensibilität bei Ihnen so zu verwurzeln wie der Wurzelstock
Standfestigkeit dem Baume gibt. Die gesunde körperliche Entwicklung
des Menschen, die Sicht in seiner Individualität und das
Zusammenspiel des gesamten Organismus ist für mich eine
Herausforderung.
Wurzel und Krone, Fühlen und Denken, Körper und Geist. Diese
Spannungen sind bestimmend für den Lauf und die Entwicklung des
Lebens. Beide Pole müssen in kontrollierter Beziehung zueinander
gesetzt werden.
Bäume sind Gedichte
die die Erde
In den Himmel
schreibt.
Khalill Gibran